Vorgehensweise UX-Strategie
Gute digitale Lösungen beginnen für mich nicht mit der direkten Umsetzung, sondern mit der richtigen Frage. Die UX-Strategie hilft Organisationen dabei, komplexe Fragestellungen auf die richtige Ausrichtung, Prioritäten und einen realisierbaren nächsten Schritt zu reduzieren.
Dabei arbeite ich auf der Grundlage von Analyse, systemischem Denken und der Zusammenarbeit mit Stakeholdern und Nutzern. Nicht, um mehr Komplexität zu schaffen, sondern um klar zu machen, was wirklich nötig ist, für wen, warum und was realistisch umsetzbar ist.
Warum UX-Strategie im Vorfeld zählt
In vielen Projekten denkt man zu schnell in Bildschirmen, Funktionen oder Technik. Dabei liegen die wirklichen Risiken oft eher in unklaren Zielen, unterschiedlichen Interessen, unausgesprochenen Annahmen oder einem Mangel an Fokus. UX-Strategie hilft, diese Ebene zuerst sichtbar zu machen.
So verhinderst du, dass Teams Lösungen entwickeln, die technisch vielleicht machbar sind, aber inhaltlich noch nicht stimmen, nicht ausreichend unterstützt werden oder zu wenig auf die Nutzer und die Organisation abgestimmt sind.
Mein Ansatz in 4 Prinzipien
1. Erst verstehen, dann gestalten
Gute Lösungen beginnen mit den richtigen „Warum“-Fragen. Ich möchte erst verstehen, worum es wirklich geht, bevor ich über Form, Ablauf oder Funktionalität mitdenke.
2. Komplexität auf eine Richtung reduzieren
Ich helfe Organisationen und Teams dabei, Unklarheiten, Interessen und lose Ideen auf klare Entscheidungen und einen realistischen Weg nach vorne zu reduzieren.
3. Mit widersprüchlichen Interessen arbeiten
In komplexen Prozessen sind sich die Stakeholder selten einig. Ich helfe nicht dabei, Konflikte zu vermeiden, sondern verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen, damit Entscheidungen bewusst und mitgetragen werden – nicht durch Druck oder eine Konsens-Illusion.
4. Menschenorientiert und umsetzbar
Ein gutes MVP ist für mich nicht nur clever konzipiert, sondern auch verständlich, ethisch, umsetzbar und trägt den Kontext, in dem es landen soll.
Warum UX-Strategie im Vorfeld zählt
Wir beginnen mit dem Kontext: Was ist das Ziel, wo liegen die Herausforderungen, wer ist beteiligt und was ist noch unklar?
2. Sichtbarmachen
Ich helfe dabei, zugrunde liegende Interessen, Hindernisse, Bedürfnisse und „Warum“-Fragen ans Licht zu bringen. Nicht nur, was entwickelt werden muss, sondern auch, was dafür zuerst klar sein muss.
Dieser Ansatz ist besonders wertvoll in Prozessen, in denen mehrere Interessen, gesellschaftliche Relevanz und digitale Entscheidungen gleichzeitig eine Rolle spielen und in denen die Richtung wichtiger ist als nur Geschwindigkeit.
3. Strukturieren
Gemeinsam geben wir die Richtung vor: Was hat Priorität, was kann warten, was ist machbar und wo liegt der größte Mehrwert für Nutzer und Organisation?
4. Umsetzung in ein realisierbares MVP
Auf Basis von Analysen, Input und Entscheidungen arbeite ich auf ein durchdachtes, menschenorientiertes und realistisches MVP oder einen digitalen Kurs hin.
5. Iterieren und verfeinern
Ich glaube an Fortschritt mit Raum zum Lernen. Kein planloses Ausprobieren, sondern gezielte Iteration mit klaren Werten, Feedback und Entscheidungen.
Wann dieser Ansatz sinnvoll ist
- wenn mehrere Stakeholder beteiligt sind
- wenn Ziele, Wünsche oder Interessen noch nicht klar genug sind
- wenn es zu viel Unklarheit bei der Ausrichtung oder dem Umfang gibt
- wenn du erst Klarheit willst, bevor mit der Entwicklung begonnen wird
- wenn du ein menschenorientiertes und realisierbares MVP suchst
Wann du wahrscheinlich etwas anderes brauchst
- wenn die Richtung bereits völlig klar ist und nur noch die Umsetzung fehlt
- wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als inhaltliche Präzision
- wenn kein Raum für Analyse oder ehrliches Feedback ist
- wenn UX nur als visuelle Veredelung gesehen wird
Häufig gestellte Fragen
Wann brauchst du einen UX-Strategen, bevor du einen Designer engagierst?
Wenn eine Organisation spürt, dass etwas passieren muss, aber noch nicht genau weiß, was das eigentliche Problem ist, welche Richtung sinnvoll ist oder wie Nutzer und Stakeholder besser einbezogen werden können.
Kannst du Jeroen Verspuij nur für ein Sondierungsgespräch oder eine Sparring-Sitzung engagieren?
Ja. Manchmal beginnt eine Zusammenarbeit mit einer Sondierung, einer Sparring-Sitzung oder einer ersten Analyse. Nicht jedes Projekt muss groß anfangen.
Für welche Branchen oder Organisationstypen arbeitest du als UX-Stratege?
Ich arbeite am liebsten an Themen, bei denen Menschlichkeit, Ethik, Klarheit und langfristiger Wert ernst genommen werden. Das kann in gesellschaftlichen, nachhaltigen, öffentlichen oder kommerziellen Kontexten sein.
Was ist der Unterschied zwischen einem schnellen MVP und einem durchdachten MVP?
Ein schnelles MVP (Minimum Viable Product) ist vor allem auf Geschwindigkeit ausgerichtet. Ein durchdachtes MVP ist präzise genug, um wirklich etwas zu testen, zu lernen oder in Gang zu setzen, ohne dass die Basis schon von vornherein schief ist.
Kennenlernen
Arbeitest du an einem komplexen digitalen oder gesellschaftlichen Thema und möchtest du erst einmal klären, was wirklich nötig ist? Dann denke ich gerne mit dir mit.
Ich helfe lieber zuerst dabei, die Richtung vorzugeben, als zu schnell in die falsche Lösung zu stolpern.
